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Das Kirmestor schmückt den Andreaskrug

Rainer Kettel: „Ich hoffe, dass unsere gute Zusammenarbeit noch viele Jahre hält.“

Das Kirmestor ist das Motiv des 31. Andreaskrugs der Gevelsberger Kirmes. Wie seit 30 Jahren enthüllte sich das Geheimnis um das Motiv des von der Andreas-Brauerei gesponserten Kirmeskrugs erst in dem Moment, als Fritz Sauer im Kaminzimmer des Dortmunder Brauereimuseums vor die Kirmesfreunde trat und das von ihm ausgewählte Motiv enthüllte. Vom ersten Kirmeskrug im Jahre 1984 bis zum Kirmeskrug 2014 war es Jahr für Jahr Fritz Sauer, der zur größten Zufriedenheit der Kirmesfreunde die Wahl des Motivs traf. Seit 1984 bei den Kirmeskrug-Feten dabei sind u. a. Hans-Heinrich Lesker, Werner Bloemer und Fritz Sauer.

Andreaskrug vor 30 Jahren ins Leben gerufen

Freitagabend, 16. Mai, war wieder ein Reisebus aus Gevelsberg in der Dortmunder Brauerei angekommen, um mit der traditionellen Andreaskrug-Fete den neuesten Kirmeskrug zu würdigen. Rainer Kettel, Gebietsleiter Gastronomie der Radeberger Gruppe, zu der seit Jahren auch das Andreas-Pils gehört, empfing die Kirmesfreunde als Gastgeber in der Brauerei. Er versprach, sich 2014 auf der Gevelsberger Kirmes häufig blicken zu lassen. (Applaus). Rainer Kettel verwies darauf, dass die Zusammenarbeit zwischen der Andreas-Brauerei und der Gevelsberger Kirmes vor 30 Jahren begonnen habe und somit in diesem Jahr der 31. Krug vorgestellt werde. Er wünsche sich eine weitere, gute Zusammenarbeit für die nächsten Jahre. (Applaus). Worauf Andreas Kalin, Vorsitzender der Pinass Brumse mit einem Zwischenruf verkündete, dass bei der Pinass Brumse Andreas-Pils im Ausschank sei. (Applaus). Der Erste Mann der Gevelsberger Kirmes, Michael Sichelschmidt, sagte dem Gastgeber Dank für die Begrüßungsworte und erklärte, dass die Kirmesgruppen hochmotiviert seien und umso stärker, als das Wetter jetzt besser zu werden verspreche.

Dreigängiges Menü mit Gerstensaft non stop

Dann aber wandte sich die Aufmerksamkeit der rund 50 Gäste den Künsten der Brauerei-Küche zu. Als Nachfolgerin der in den Ruhestand gegangenen Restaurantleiterin Ellen Stanke stellte Rainer Kettel nun Nicole Jakat vor. Ihr Einstand bei den Kirmesleuten geriet ohne Fehl und Tadel. Das dreigängige Menü bot Lachs als Vorspeise, Hähnchen mit Spargel und Backkartoffeln als Hauptgang und Erdbeercreme an Früchten zum Dessert. Da blieb kein Wunsch offen, und das umso weniger, als die aufmerksamen Servicekräfte nicht müde wurden, frisch Gezapftes zu reichen.

Stadtbrandmeister Karlheinz Jordan setzte 1996 Impuls fürs Kirmestor

In seiner Vorstellung des „längst überfälligen“ Kirmestor-Motivs berichtete Fritz Sauer, dass der Vorsitzende des Freundeskreises, Rüdiger Schäfer, das Kirmestor noch vor Kurzem als zweites Wahrzeichen der Kirmes bezeichnet habe.Die Idee sei vom früheren Stadtbrandmeister und Kirmesfreund Karlheinz Jordan ausgegangen, der mit einem optischen Puffer noch mehr Sicherheit habe erzielen wollen. Die Kirmesbesucher sollten merken, dass sie an diesem Punkt die Kirmes verließen und auf den von der Nordstraße in die Mittelstraße einfließenden Verkehr achten mussten. Er trug dem Freundeskreis 1996 seine Idee eines „symbolischen Tores“ vor. Das sollte in den Augen der Kirmesfreunde nicht nur ein Jägerzaun, sondern etwas Besonderes sein. Horst Erdelt nahm Kontakt mit Gerd Laake auf, der bei der metallverarbeitenden Firma Ischebeck tätig war. Schaustellersprecher Bernd Alexius sagte eine namhafte Spende zu, Karl Schüngel richtete bei der Stadtsparkasse Gevelsberg ein Spendenkonto ein. Die Kosten wurden auf 33.000 DM veranschlagt.

Man versuchte, die Gevelsberger Werbegemeinschaft mit ins Boot zu holen, die Schwelmer Brauerei, die Sparkasse und die AVU konnten als Sponsoren gewonnen werden. Am 27. Juni 1997, vor dem Anblasen, so Fritz Sauer, sei das Kirmestor der Öffentlichkeit übergeben und der Stadt zum Geschenk gemacht worden. Bürgermeister Dr. Klaus Solmecke zeigte keine allzu große Begeisterung, die kam bei ihm erst auf, als der Freundeskreis sich bereit erklärte, die Patenschaft und damit die Folgekosten für das Tor zu übernehmen. Seither habe der Freundeskreis alljährlich das Tor auf- und abgebaut und eine Helferfete ausgerichtet. Im Jahr 2000 sorgten Malermeister und Kirmesfreund Wolf Schlieper mit seinem Sohn Thomas für einen neuen Anstrich des Kirmestors, 2009 sei es erneut farblich aufgefrischt worden. „Ohne Kirmestor würde der Kirmes etwas fehlen. Es ist auch längst zum beliebten Treffpunkt von Gruppen geworden, die über die Kirmes bummeln wollen“, erklärte Fritz Sauer und endete mit einem herzlichen Dankeschön für das Kirmestor an den Freundeskreis. Michael Sichelschmidt, Vorsitzender des Kirmesvereins, bedankte sich bei ihm für das „wieder toll gelungene Motiv“, die Kirmesfreunde stimmten wiederum mit kräftigem Applaus in diesen Dank ein.

Kirmeskrug ab Montag exklusiv im Getränkehandel Rehfeld

Der Andreas-Krug 2014 ist ab Montag, 19. Mai, für 9,50 Euro exklusiv bei Marco Rehfeld zu haben, die Stückzahl ist limitiert: Getränkehandel Rehfeld, An der Drehbank 6, Telefon: 02332 65775. Jeder der Brauereigäste durfte einen Kirmeskrug 2014 nach Hause nehmen, der oberste Kirmesmann hatte aber schwerer zu tragen. Rainer Kettel überreichte Michael Sichelschmidt stellvertretend für alle Kirmesfreunde als Dankeschön für 30 Jahre Zusammenarbeit einen mindestens zwei Liter fassenden Andreaskrug. Das genaue Fassungsvermögen wollen Fachleute noch gewissenhaft erproben. Die Gabe war verbunden mit der Aufforderung, den Riesenkrug kräftig zu nutzen und nicht im Kirmesbüro einstauben zu lassen. „Ich hoffe, dass unsere gute Zusammenarbeit noch viele Jahre hält“, betonte Rainer Kettel, was die Kirmesfreunde auch als Versprechen werteten.

Quelle: Gevelsberger Kirmesverein

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