
Riesensause über zwei Tage beim Brückenfest der Mühlenhämmer hinter der Kartbahn. Zwei Tage lang feierten die Mühlenhämmer mit vielen Freunden ihr Sommerfest – ein Dankeschön einerseits, aber auch notwendig, um die finanzielle Grundlage für das nächste Kirmesjahr und vor allem für den Wagenbau zu schaffen.
200 Senioren feiern
Allein 200 Senioren aus allen Gevelsberger Seniorenzentren waren am Sonntag zu Gast, als die Mühlenhämmer zum bunten Nachmittag luden. Gemeinsam mit vier weiteren Kirmesgruppen, der KG Börkey, dem Hippendorf, der Pinass Brumse und der KG Im Dörnen, stellten die Mühlenhämmer ein Programm zusammen, dass man sonst nur vom Kirmesabend kennt. Moderator Markus Loetz und Bürgermeister Claus Jacobi begrüßten die Seniorinnen und Senioren. Immer mit dabei sind die Rettungssanitäter des DRK, die im bei einem Notfall direkt zur Stelle wären. „Das DRK macht das ehrenamtlich für uns“, dankte der Vorsitzende der Mühlenhämmer, Markus Loetz. Der gesamte Verein hilft mit, wenn das Brückenfest ansteht. Fast 40 Frauen und Männer sind dann ein weiteres Wochenende für ihren Verein auf den Beinen. Die Herren mit den neongelben Westen waren verantwortlich für den Biernachschub im Getränkewagen und Heike Mues spülte geduldig Glas um Glas. Erstmals boten die Mühlenhämmer auch eine „Cocktailbude“ mit den gängigen Varianten des süffigen Alkoholgenusses an. Ob die Bude wohl auch Anteile am ausgelassenen Feierstil der „Mühle“ hat, ist nicht bewiesen.
Michael Sichelschmidt jedenfalls hatte Spaß im Zelt und nicht nur er. Innerhalb von fünf Minuten tanzte der Ex-Hammerschmied auf den Tischen, führte die Polonaise an, die mit ihm und der Musikanlage den Gassenhauer des Karnevals „ Kölle Alaaf“ sang. Dabei konnte Sichelschmidt einen kleinen Sieg der Musikgeschmäcker für sich entscheiden. Der Schlager setzte sich beim Danz op de Deele klar gegen die vom des Zweitentertainer Sascha Hilger Favorisierte Popmusik durch. Hatte das Thema Musik und Lautstärke im vergangenen Jahr noch für Unwille bei den Nachbarn gesorgt, waren die Mühlenhämmer in diesem Jahr vorbereitet. „Wir haben unsere Musikanlage umgebaut, den Resonanzboden umgangen, indem wir die Boxen hochgestellt haben und fahren außerdem stündlich mit einem extra angeschafften Dezibelmesser durch die Straßen der Nachbarschaft“, erläutert Loetz die Lärmschutzmaßnahmen der Mühlenhämmer.
Dass es so voll war, erleichterte Loetz, auch wenn durchaus noch mehr Gäste kommen durften. Allein die Konkurrenz am Samstagabend sorgte für leisen Verdruss bei den Mühlenhämmern, schließlich verdient die Kirmesgruppe ihr Jahresbudget mit dem Traditionsfest.